Der Dreijahreszyklus 2011 bis 2013 im Überblick

Engagiert für das Leben

Im ersten Jahr 2011 ging es unter dem Motto „Engagiert für das Leben: Einsatz mit Gewinn“ um den uneigennützigen, unentgeltlichen Einsatz für andere, um soziales Engagement von Bürgerinnen und Bürgern. Immerhin jede und jeder Dritte in Deutschland engagiert sich ehrenamtlich – viele davon in den Kirchen, in Diakonie und Caritas. Ihr Einsatz in Krankenhäusern und Hospizen, in Schulen und an Mittagstischen für Kinder trägt entscheidend dazu bei, dass die soziale Stabilität unserer Gesellschaft erhalten bleibt und dass soziale Probleme überhaupt wahrgenommen und thematisiert werden. Mit der Woche für das Leben 2011 lenkten wir den Blick auf den persönlichen Einsatz von Christen und verknüpften uns zugleich mit dem Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit. Das Bildmotiv des geteilten Regenschirms spielte auf den geteilten Mantel des Heiligen St. Martin an.

 

Im zweiten Jahr 2012

Im zweiten Jahr 2012 wird das Miteinander und die Solidarität der Generationen hervorgehoben. Wir erleben zur Zeit einen rasanten demografischen Wandel in unserer Gesellschaft: Auf der einen Seite haben wir es mit einer ansteigenden durchschnittlichen Lebenserwartung zu tun – wir leben länger und gesünder –, auf der anderen Seite mit einer „Unterjüngung“ – die Zahl der Kinder ist, wie in allen westlichen Gesellschaften, in den letzten Jahrzehnten gesunken. Wie erhalten wir in dieser Situation das gute Miteinander zwischen Alten und Jungen – in den Familien, die zum Teil schon aus vier Generationen bestehen, aber auch in der Gesellschaft – zum Beispiel in den sozialen Sicherungssystemen? Was lernen wir von guten Initiativen – von Mehrgenerationenhäusern, Familienzentren und Tageseinrichtungen, die mit Altenzentren zusammenarbeiten? Das Jahresmotto für 2012 heißt: „Engagiert für das Leben: mit allen Generationen“.


Im abschließenden Jahr

Im abschließenden Jahr des Dreijahreszyklus wird dann 2013 in den Blick genommen werden, wie das Miteinander vor Ort gelingen kann: in den Kommunen, auf die vielfältige Herausforderungen zukommen, in Vereinen und Verbänden, aber auch und nicht zuletzt in den Kirchen mit ihren Gemeinden und Diensten. Aus vielen Untersuchungen wissen wir, dass gesellschaftliche Institutionen nötig sind, damit wir gemeinsam in der Lage sind, die Werte zu realisieren, für die wir einstehen wollen. Im dritten Jahr geht es also um Fragen der Subsidiarität, um „Kirche in der Gesellschaft“ und „Gemeinde im Gemeinwesen“. Was kann geschehen, wenn finanziell schwache Kommunen Schwimmbäder und Bibliotheken schließen? Wie können Gemeinden gemeinsam mit anderen das Gemeinwesen gestalten? Welche Infrastruktur brauchen Familien und Ältere für ein gelingendes Leben an ihrem Wohnort? Dafür wurde das Motto gewählt: „Engagiert für das Leben: Zusammenhalt gestalten“.