Stuttgart - Mehrgenerationenprojekt „Hilfe, mein Handy piepst!“

Projektidee / Projektbeschreibung: 

„Hilfe, mein Handy piepst!“ heißt ein Mehrgenerationenprojekt des Treffpunkt Senior in Stuttgart. Es soll älteren Menschen eine Einführung in den Umgang mit dem Handy geben. Immer mehr Senioren möchten die Vorteile eines Handys nutzen. Aber auch der Aspekt der Sicherheit spielt eine wichtige Rolle, d.h. dass in Notsituationen (besonders auch von unterwegs) telefoniert werden kann. Oft wird der Wunsch mit einem Handy umgehen zu können von den Kindern oder Enkeln hervorgerufen, indem am Geburtstag oder Weihnachten ein Handy auf dem Gabentisch liegt. Und jetzt gilt es das neue Gerät sinnvoll zu nutzen und sich vor allem mit den Grundfunktionen, wie man anruft und angerufen werden kann, vertraut zu machen.

Projektziele: 

Die Idee des Projekts ist ein Geben und Nehmen zwischen jung und alt.
Ältere erhalten Einblick in den Umgang mit dem Handy und gleichzeitig auch in die Lebenswelten der jüngeren Generation. Die Jüngeren erwerben Qualifikationen im Umgang mit der älteren Generation und lernen das Gefühl kennen, die Lehrenden und Sachkundigen zu sein und Aufmerksamkeit und Zuhören durch die Seniorinnen und Senioren zu erfahren.

Engagiert sind: 

Die Grundlage der Handy-Kurse bildet seit mehreren Jahren eine gut funktionierende Kooperation mit dem Evang. Heidehof-Gymnasium in Stuttgart. Zweimal im Jahr verbringen Schülerinnen und Schüler zwei Nachmittage damit, der Generation ihrer Großeltern das Handy näher zu bringen. Räumlicher Mittelpunkt ist das Foyer des Treffpunkt Senior, wo ca. 12-15 ältere Menschen, die sich aufgrund der Kursausschreibung gemeldet haben, mit den Heidehöflern zusammentreffen.

Nach einer Einführung und einer allgemeinen Vorstellungsrunde, die auch beinhaltet, wo die lernwilligen Älteren der Schuh drückt, d.h. welche Fragen sie haben und was sie lernen wollen, geht es los. Die Handys werden gezückt und es werden Zweier- oder Dreiergruppen gebildet, die sich in den Räumen des Treffpunkts verteilen und an den jeweiligen Fragestellungen und Problemen arbeiten. Nach etwa eineinhalb Stunden, in denen die Handys und die Köpfe rauchen, kommen alle zu einer Abschlussrunde zusammen. Erste Erfahrungen und Erkenntnisse werden ausgetauscht und der nächste Nachmittag, der zwei Tage später folgt, kurz ins Auge gefasst. Dieser zweite Nachmittag soll dann, nach einem „Übungs- und Ausprobiertag“, ganz individuell an den noch offenen Fragen und Problemstellungen der Einzelnen ansetzen. Am Ende des Nachmittags sind meist sowohl die Älteren, als auch die Jungen hoch befriedigt von ihren Lehr- und Lernerfolgen und von den neuen Erfahrungen, die sie miteinander gemacht haben. Als Anerkennung gibt es einen Kinogutschein für die Schülerinnen und Schüler, der aus dem kleinen Beitrag der Kursteilnehmenden finanziert wird.

Am Ende hat weniger das Handy den Kurs geprägt, sondern die Freude am miteinander arbeiten, reden und lachen den Kurs. Man hat einiges Neue voneinander erfahren und manches Vorurteil über die „Jugend heutzutage“ konnte relativiert werden.

Weitere Informationen gibt es hier: 

Treffpunkt Senior
Telefon: 0711/351459-30
info@treffpunkt-senior.de